München, Stadt im Klimawandel

Veränderungen der Stadtlandschaft im Klimawandel.

1970 wurde in Bayern erstmalig in Europa das „Landesamt für Umweltschutz“ und in München das „Amt für Umweltschutz“ gegründet. Da war eine interessierte und aktive Mitarbeit von Anfang an erwünscht. So kann man hier einige Beispiele zeigen, die aber auch erklären, warum sich die Erde im Klimawandel verändert.

Erster Leiter des „Amt für Umweltschutz“ der Landeshauptstadt München ab 1970 war Stadtdirektor Theo Fischer.

1970 wurden die Produktionen „Trinkwasser für München“ und „Abwasser von München“ als Dia-Reihen mit Text für alle Schulen in München von mir hergestellt. Bereits damals warnten die Experten vor dem sinnlosen Wasserverbrauch und sagten: „Wasser ist Leben“.

1974 wurde von mir die Veränderung der Atmosphäre und damit der geänderte Lichteinfall der Sonne gesehen und dokumentiert. Die Bündelung der UV-Strahlung wurde von mir als „Brennglas-Effekt“ bezeichnet. Die Arbeiten wurden 1979 der DLRF in Oberpfaffenhofen bei der Besprechung zum „Forschungsauftrag Stadtklima“ vorgelegt.

1976 wurde von mir der Verbesserungsvorschlag an die Stadtverwaltung eingereicht, die Gebäude im Stadtgebiet vor Energieverlusten zu dämmen.

Im Januar 1977 wurde so die Fassade der Blumenstraße 28 mit einer Wärmebildkamera (Thermographie) aufgenommen und die enormen Verluste an Energie dargestellt. Für diesen Vorschlag habe ich DM 250.- erhalten, worüber ich mich freute.

1977 wurde auch der Testflug zur ersten Infrarotbefliegung einer Stadt in Europa ausgeführt. 1978 wurde dann im Stadtgebiet von München jeder Baum erfasst. So konnte der Bestand und die Vitalität erkannt und nach dem Baumschutz-Gesetz ausgewertet werden. Die Infrarot-Originale 900nm befinden sich im Archiv der Stadtgartendirektion.

Etwa 3,5 Millionen Touristen im Jahr und 700.000 Pendler täglich in München hinterlassen auch ihre Spuren. Wasser, Abwasser, Energieverbrauch mit Entsorgung von Müll und Abfall in großer Menge werden hier zusätzlich benötigt. Da sollte man schon den Menschen danken, die solche Leistungen für die Bürger der Stadt bringen.

Schlimmer als die Gefahr von Hochwasser und Überschwemmungen scheint mir der Mangel an Wasser (Trinkwasser) durch Trockenheit, Hitze und Dürre in der Zukunft zu sein.

 

Der Übergang vom 20. in das 21. Jahrhundert einer Großstadt ist nicht deutlicher zu dokumentieren und zeigt den Klimawandel vor der Haustüre.

Es wird bald noch viel wärmer in der Stadt werden. Da muss man sich schon langsam darauf vorbereiten, vor allem hatte man ja in den letzten 50 Jahren genügend Zeit dazu.

Als berufener Fernerkunder der LMU München wurde von mir der Forschungsauftrag „Stadtklima“ 1979 mit Infrarotfotografie aus der Luft fotografiert. Der Freistaat Bayern und die LHS München beteiligten sich an dieser Untersuchung. 3 Fluggeräte hatte ich an einem Tag, Danke an die guten Piloten.

Das Titelfoto zeigt die Fassade der Blumenstraße 28b, die im Januar 1977 erstmalig mit Thermographie (Wärmebild) auf Energieverluste dargestellt wurde. Da ging unglaublich viel Geld zum Schaden des Geldbeutels und der Umwelt an die Luft! Es wurde einfach verpufft.