München, Stadt im Klimawandel

Veränderungen der Stadtlandschaft.

Die Fotografie „Luftverschmutzung“ von 1970 wurde 1971 und 1972 im Buch „München Heimat und Weltstadt“ veröffentlicht.

Dank an Herrn Prof. Dr. Egon Dheus, Leiter des Statistischen Amtes der LHS München, der meine Arbeiten gefördert hat. In Heft 1/1978 „Statistischer Informationsdienst der Landeshauptstadt München“ hat er die „Umweltfotografien“ unter dem Titel „Luftbildinterpretation und Statistik“ veröffentlicht. 

In Heft 1/1978 und Heft 1/1980 wurden die „Umweltfotografien“ zum Thema Klimawandel vom Verlag „International Phototechnik“ in über 80 Ländern der Erde veröffentlicht.

 

Wie schon beim Forschungsauftrag „Stadtklima“ der LMU München, Lehrstuhl für Meteorologie und Klimatologie (Prof. Dr. Baumgärtner, Dr. Dr. Maier) 1978 festgestellt wurde, unterteilt sich das Stadtklima in den verschiedenen Bereichen der Stadtviertel in das „Kleinklima“. So stehen über dem Norden und der Innenstadt von München, besonders bei „Inversionslage“, viele giftige Schadstoffe und Ozon über dem Stadtgebiet. An den Stadträndern im Westen, Süden und Osten werden die Schadstoffe dagegen durch die Frischluft verdrängt. Deshalb ist bei Planungen von Neubauten und Stadtviertel das Freihalten der „Frischluftschneisen“ besonders wichtig. An Sommertagen kann so in der versiegelten Stadt ein Stadtklima wie in der Wüste Sahara entstehen. An etwa 260 Tagen im Jahr findet kein Austausch der Frischluft über dem Stadtgebiet statt, weil „Inversionslage“ dies verhindert.

Der Freistaat Bayern und die LHS München beteiligten sich an diesem Forschungsauftrag der LMU München. Von mir wurden für dieses Projekt die Infrarotfotografien 800nm s/w angefertigt. Die Aufnahmen und die Ausarbeitungen im Labor konnte ich gut bearbeiten.

Die Erkenntnisse aus dem Forschungsauftrag sollten in allen Städten Bayerns angewandt werden.

Besonders durch die heftigen Niederschläge, verursacht durch eine stärkere Verdunstung der Sonne im Klimawandel ist die versiegelte Stadtfläche eine große Gefahr für die Bürger. Die Wassermassen können keine Verteilung und keinen Abfluss finden und steigen so stark zwischen den Häusern an. Die ständigen Nachverdichtungen erhöhen diese Gefahr.

Es hat schon erstaunt, als ich 1978 bei der Besprechung zum Forschungsauftrag „Stadtklima“ der LMU München in Oberpfaffenhofen bei der DLRF die Ultraviolettfotografien (380nm) von 1974/75 „Brennglas-Effekt“ vorlegte und den veränderten Brechungs-Index der Atmosphäre durch die enorme Luftverschmutzung damit dokumentierte.

In vielen Jahren wurden für Stadtforschung, Stadtplanung und Umweltforschung Luftbildfotografien angefertigt.

Als 1970 die Dia-Reihen „Wasser für München“ und „Abwasser von München“ mit eigenen Textheften von mir für die Schulen in München produziert wurden, warnten Fachleute damals vor der zu großen Wasserverschwendung und den vielen giftigen Abwässern. Den Spruch: „Wasser ist Leben“, sollte man sich merken.

 

 

 

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