München

Stadt im Wandel.

Besonders der großflächige Wiederaufbau und die Stadterweiterungen nach dem 2. Weltkrieg und zur Olympiade 1972 haben die Stadt im 20. und 21. Jahrhundert stark verändert. Durch „Nachverdichtung“ und dem Bau von neuen Stadtteilen wächst die Stadt ständig und hat heute etwa 1,7 Millionen Einwohner. Ungefähr 14 Millionen Besucher im Jahr und ca. 600000 Pendler am Tag sind in der Stadt. Etwa 1,7 Millionen Fahrzeuge bewegen sich täglich durch die Stadt, stehen aber auch oft im Stau. 42 Millionen Fluggäste sind im letzten Jahr am Flughafen im Erdinger Moos gestartet und gelandet. Die 100 Millionste Flugpassagierin seit 1992 wurde herzlich begrüßt. Über das hundertfache an Passagieren sind es weltweit. Da bleibt ein großer Fussabdruck der Menschen an giftigen Abgasen in der Atmosphäre. Hier in meinem Beitrag „Klimawandel“ kann man sich ein Flugzeug mit seinen Abgasen in 12 000 Metern Höhe ansehen.

Etwa 2,5 Millionen qm Bürofläche stehen leer in München. Da wird am Markt vorbei gebaut.

Dachbodenausbau, Aufstocken statt Nachverdichten und Solardächer nach Süden auf den Dächern verbunden mit Wärmedämmung der Gebäude würden die Umwelt- und Energiebilanz der Stadt verbessern. Bei dem versiegelten Stadtboden sollten vermehrt Sicker- und Ablaufkanäle für kommende Hochwasser geplant werden.

Geringe Niederschläge und Winter mit wenig oder ohne Schnee lassen das Grundwasser schwinden. Da muss die Stadt Vorsorge treffen, wie lebenswichtiges Trinkwasser ohne Probleme zu den Bürgern gelangt. „Wasser ist Leben“.

Die 1970 produzierten Dia-Reihen mit Textheften „Trinkwasser für München“ und „Abwasser von München“ wurde von der Stadtsparkasse München allen Schulen in München für das Schularchiv geschenkt.

Den meisten Menschen ist nicht bekannt, Wasser ist ein Lebensmittel. Ohne Luft lebt der Mensch etwa 3 Minuten, ohne Wasser 3 Tage und ohne Essen 3 Wochen. Dann geht es zu Ende mit ihm.

Schutzräume (Rettungs-Inseln) bei Starkregen und Hochwasser sind für die Bürger und besonders Kinder wichtig.

Schade ist das Verschwinden der Dörfer in München. Von ehemals 64 Dörfern um den Stadtkern der Altstadt im Mittelalter sind 25 Dorfkerne bis 1980 erhalten geblieben. Die wurden aus der Luft dokumentiert. Heute haben wir in der Stadt noch 18 erhaltene Dorfkerne.

Vielleicht gelangen Schadstoffe aus der Altlasten- Deponie „Rappenweg“ in den Riemer See?

Die gewaltigen Verdampfungen über den Alpen werden auch München betreffen. Kein Schnee im Winter, geringe Niederschläge und die starke Verdunstung von Permafrost und Gletscherschmelze lassen das Trinkwasser weniger werden.

Wir haben in München viele Firmen, die aus dem Tiefenwasser mit eigenen Brunnen das Wasser beziehen. Mit dieser Reserve an Wasser kann man bald nicht mehr rechnen.

Bei den Fotografien „Verdampfung und Verdunstung über den Zentralalpen“ wurden die Fotografien aus über 12.000 Meter Höhe über Grund angefertigt. Da hat man einen guten Überblick.

Von den Oberbürgermeistern Münchens, Dr. Vogel, Kronawitter (Grüner Schorschi), „IGA ’83“ , Westpark, Ostpark , Kiesl, Kronawitter, Ude und Reiter wurde wenig im Klimawandel für die Stadt und die Bürger ab 1970 für die Veränderungen der Umwelt und der Daseinsvorsorge für die Bürger*innen geplant. Da kann man gut erkennen, viele Jahre wurde nichts für die Zukunft von München getan.

Wie bereiten sich Land und Bund auf die Veränderungen des Planeten vor? Da kann man nur staunen, wie wenig hier getan wird.

„Wasserschwund“ wird ein Problem auf der ganzen Erde werden.

Da muss sich München rechtzeitig darauf vorbereiten.

1971 wurde die erste Infrarotfotografie 800nm s/w von einer Bauruine in der Herrnstraße angefertigt. Man konnte so den Bauschaden besser erkennen.

Hier wird der Testflug von 1977 gezeigt. 1978 wurde jeder Baum im Stadtgebiet von München aus der Luft fotografiert. Man konnte so die Vitalität, 1. gesund, 2. leicht geschädigt, 3. stark geschädigt, 4. abgestorben, darstellen.

Beim Forschungsauftrag „Stadtklima“ der LMU München 1979 wurden am Tag 3 Fluggeräte benötigt. Die Termine lagen so nahe zusammen, daß die Turbinen nicht mehr kühl wurden. Alle Fotografien wurden mit Infrarot aufgenommen, weil hier die Vegetation besonders gut dargestellt wird.

Der Klimawandel verändert die Stadt.